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Cuxhavener Orts - Info

 

Cuxhaven, die nördlichste Stadt Niedersachsen, ist direkt an der Nordsee gelegen.  Die Kugelbake, ein altes Seezeichen und gleichzeitig auch das Wahrzeichen der Stadt Cuxhaven, bezeichnet den Punkt, an dem die Binnenschifffahrt aufhört und die „Große Fahrt“ beginnt. Cuxhaven hat rund 53.000 Einwohner und ist Zentrum des Landkreises Cuxhaven.

Ein Blick in die Geschichte

Als Stadt ist Cuxhaven noch relativ jung – insbesondere im Vergleich zu Städten wie Trier, Köln oder Augsburg, die 2000 Jahre und mehr Stadtgeschichte aufweisen können. Die Stadtrechte erhielt Cuxhaven am 15.03.1907. Die Stadt Cuxhaven feiert in diesem Jahr das Jubiläum "100 Jahre Stadtrechte Cuxhaven". Der 27. Tag der Niedersachsen wird ein Höhepunkt im Rahmen der Feierlichkeiten zum 100. Stadtjubiläum sein. Siedlungsgeschichtlich ist Cuxhaven selbstverständlich viel älter. Archäologische Funde im heutigem Stadtgebiet belegen, dass die Region seit mehr als 13.000 Jahren besiedelt ist.

Die Entwicklung zur Stadt war für Cuxhaven möglich geworden, nachdem die Gemeinde Cuxhaven 1872 aus dem Flecken Ritzebüttel und der Hafensiedlung Cuxhaven gebildet worden war. Als dann noch 1905 der Ort Döse seine Widerstände gegen die Eingemeindung aufgab, war auch die letzte vor der Erhebung zur Stadt liegende Hürde genommen: die Einwohnergrenze von 10.000. Für Cuxhaven bedeutete die Verleihung der Stadtrechte einen großen Schritt vorwärts, doch die weitere Vergrößerung des Stadtgebietes, die das spätere Bild Cuxhavens prägte, sollte noch geraume Zeit auf sich warten lassen.

1935 vergrößerten weitere Eingemeindungen, die auch die Inseln Neuwerk und Scharhörn umfassten, das Stadtgebiet. Cuxhaven war also schon ein erhebliches Stück größer geworden, als zwei Jahre später – 1937- das Groß – Hamburg – Gesetz entscheidend in die Geschichte der Stadt eingriff. Dank dieses Gesetzes wurde die seit gut 600 Jahren zu Hamburg gehörende Region preußisch und Cuxhaven  auch zugleich kreisfrei. Hamburg behielt sich aber Rechte an den Häfen vor. So waren bis zum 1. Januar 1993 der Amerika-Hafen und das Steubenhöft hamburgisches Eigentum, obgleich sie zum Cuxhavener Stadtgebiet gehörten.

Das Ende des Zweiten Weltkrieges markierte zugleich das Ende der Zugehörigkeit Cuxhavens zu Preußen. Ein Dekret der Siegermächte ließ Preußen von der politischen Landkarte verschwinden. Die Stadt Cuxhaven wurde 1946 dem Land Hannover zugeordnet, das noch im gleichen Jahr im Land Niedersachsen aufging. Doch statt größer wurde das Cuxhavener Stadtgebiet in den Folgejahren zunächst einmal kleiner. Am 01. Oktober 1969 wurden die Inseln Neuwerk und Scharhörn an die Freie und Hansestadt Hamburg zurückgegeben. Cuxhaven erhielt dafür auf dem Tauschwege das notwendige Gelände, um einen neuen Fischereihafen bauen zu können. Zu Beginn der 1970´er vergrößerte sich die Stadt wieder. 1970 kamen die Ortschaften Holte-Spangen und Sahlenburg dazu. 1971 folgte der Flecken Berensch-Arensch. 1972 wurden die Dörfer Altenbruch, Altenwalde und Lüdingworth Cuxhavener Stadtteile. Damit hatte Cuxhaven seine heutige Ausdehnung von 162 km² erreicht. Bis 1977 war Cuxhaven eine kreisfreie Stadt, heute gehört sie zum Landkreis Cuxhaven und ist Sitz der Kreisverwaltung.

Eine Besonderheit in der Geschichte Cuxhavens ist die lange Zugehörigkeit  zur Freien und Hansestadt Hamburg. Das Gebiet des heutigen Cuxhavens war über 600 Jahre unter der Bezeichnung „Amt Ritzebüttel“ ein Teil Hamburgs. Die Hamburger hatten sich 1394 nach Einnahme des Schlosses Ritzebüttel an der Elbmündung festgesetzt, um den Schiffsverkehr auf der Elbe und in derem Mündungsgebiet besser kontrollieren und schützen zu können. Schloss Ritzebüttel war das Zentrum der hamburgischen Macht an der Elbmündung und gleichzeitig die Keimzelle der Stadt Cuxhaven. Das Schloss ist einer der ältesten Profanbauten Norddeutschlands und gehört heute der Stadt Cuxhaven, die es in der 1980´er Jahren fachgerecht sanieren und restaurieren ließ.

Das Militär als wichtiger Faktor der Stadtentwicklung

Eine große Bedeutung für Cuxhaven hatte das Militär und dabei – wie sollte es in einer Hafenstadt anders sein – besonders die Marine. Vor 113 Jahren – am 04.01.1883 – kamen die ersten Marineeinheiten nach Cuxhaven. 1906 wurden in Cuxhaven die deutschen Minensuchverbände aufgestellt. Das Militär erwies sich in den Folgejahren als ein starker Antrieb für die Entwicklung Cuxhavens. Es brachte Arbeit und viele neue Bürger/innen nach Cuxhaven.

Zeitweise gab es in den ersten Jahren des vergangenen Jahrhunderts sogar mehr Matrosen und Soldaten in Cuxhaven als Bürger. Viele Marineangehörige brachten ihre Familien mit und blieben nach Ablauf ihrer Dienstzeit als Neubürger in Cuxhaven, weil ihnen die Stadt und ihre Umgebung gefiel und ihnen auch Chancen für ein ziviles Leben bot.

Der Bau von Kasernen und Hafenanlagen sowie der ständige Nachschubbedarf an Ausrüstung und Verpflegung für die Marineeinheiten förderten Handel und Gewerbe Cuxhavens. Man kann durchaus sagen, dass Cuxhaven erst durch die Marine zu einer richtigen Stadt wurde. Den alten Beinamen „Stadt der Minensucher“ hören die Cuxhavener immer noch gerne und voller Stolz, obgleich Wehmut damit aufkommt, weil die schwimmenden Einheiten 1968 ihre Cuxhavener Liegeplätze aufgeben mussten und leider nur noch gelegentlich zu Flottenbesuchern zurückkehren. Mittlerweile hat Cuxhaven kein Garnison mehr. In Laufe der 90er Jahren wurden alle Militäreinheiten, die in Cuxhaven stationiert waren, nach und nach in andere Standorte verlegt oder gar aufgelöst.

Die Marine brachte übrigens auch den späteren Dichter Joachim Ringelnatz nach Cuxhaven. Unter seinem bürgerlichen Namen „Hans Bötticher“ war er während des Ersten Weltkrieges in Cuxhaven stationiert. In Cuxhaven legte er sich seinen Künstlernahmen „Ringelnatz“ (Seepferdchen) zu. Heute gibt es in Cuxhaven das einzige Ringelnatz-Museum in Deutschland sowie eine Ringelnatz-Stifung. 

In einem zweijährigen Turnus ehrt die Stadt Cuxhaven Dichterinnen und Dichter, die einen bedeutenden, künstlerisch eigenständigen Beitrag zur deutschsprachigen Gegenwartsliteratur geliefert haben, mit dem Joachim-Ringelnatz-Preis für Lyrik, der einen Hauptpreis und einen Nachwuchspreis umfasst. Wolf Biermann und André Schinkel (Nachwuchspreis) sind 2006 Träger des Joachim-Ringelnatz-Preises der Stadt Cuxhaven.

Cuxhaven, einer der größten und beliebtesten Tourismusstandorte Deutschlands

Bedingt durch die lange Zugehörigkeit zu Hamburg konnten sich in Cuxhaven vorzugsweise zwei Wirtschaftsbereiche sehr stark entwicken: Tourismus und Fischfang/Fischverarbeitung. Stapelrechte, die schon früh zum Ausbau eines Hafens mit Warenumschlag in Cuxhaven geführt hätten, gab es leider nicht.

1816 wurde in Cuxhaven auf Initiative des hamburgischen Amtmannes Amandus Abendroth in der Nähe der „Alten Liebe“ das erste Seebad gebaut. Mitte des 19. Jahrhunderts war der Fremdenverkehr bereits ein wichtiger Wirtschaftsfaktor Cuxhavens. 1913 war Cuxhaven schon Deutschlands größtes Nordseebad. Mit 26.000 Kurgästen in einer Saison stand es damals weit an der Spitze aller Küstenbäder.

Eine Spitzenposition nimmt Cuxhaven auch heute als Tourismusstandort ein. Mit durchschnittlich 3 Millonen Übernachtungen und ca. 500.000 Tagesgästen im Jahr ist es ein sehr beliebtes Urlaubsziel in Deutschland. Vor allem durch zwei Dinge hebt sich Cuxhaven als Urlaubsort ab: das Klima und die gebotene Vielfalt seiner 11 Kurteile. Das Wetter wird geprägt durch die geografische Lage Cuxhavens. Das Stadtgebiet schiebt sich wie eine Halbinsel in die Nordsee vor und hat dadurch ein gesundes Inselklima sowie mehr als 12 km Sand- und Grünstrände. Es gelang zudem in Cuxhaven, den Bereich des Fremdenverkehrs und den Kurbetrieb in geradezu idealer Weise räumlich scharf vom Hafen- und Industriegebiet zu trennen.

Die Vielfalt der Landschaften reicht von der Faszination des Wattenmeeres mit der Erlebniszone Sand- oder Grünstrand, den vorrüberziehenden Schiffen am Horizont, über den Deich und die Weite der Marschen bis hin zu stillen Gewässern und Mooren, durchzogen von windzersausten Knicks, von Feldern und Weiden. Reichhaltig sind aber auch die Angebote an Quartieren und Veranstaltungen – da bleiben keine Wünsche offen. Wo sonst findet man in unmittelbarer Strandnähe einen attraktiven Hafen, Flaniermeilen mit gemütlichen Cafés, Museen und Einkaufsmöglichkeiten.

Hinzukommt ein vielfältiges kulturelles Unterhaltungsprogramm sowie zahlreiche „Events“, die Menschen aller Altersgruppen jedes Jahr aufs Neue anziehen: das Duhner Wattrennen, das einzige Pferderennen auf dem Meeresboden; das Altenbrucher Drachenfestival; nationale und internationale Beach-Sportturniere; der Sommerabend am Meer; Open-Air-Konzerte; Strand-, Hafen- und Stadtteilfeste etc.

Nirgendwo ist der Fisch so frisch wie in Cuxhaven

Die Fischwirtschaft kann in Cuxhaven ebenfalls auf eine lange Geschichte zurückblicken. Traditionell haben die Menschen an der Küste am meisten Erfahrung im Umgang mit frischem Fisch. Seit  Jahrhunderten werden in Cuxhaven große Menge Fisch angelandet und verarbeitet. Durch die günstige Lage an der Nordsee im Mündungsbereich von Weser und Elbe etablierte sich Cuxhaven als einer der bedeutendsten Fischereistandorte Deutschlands. Noch heute konzentriert sich hier die deutsche Kutterflotte – auch wenn ihre Umfang leider stark geschrumpft ist. Für Cuxhaven ist der Umschlag von Fisch per Schiffsladungen bis heute von erheblicher Bedeutung, auch wenn der Fischfang an sich in Deutschland seit Mitte der 70er Jahre eine rückläufige Entwicklung verzeichnet. So ist die deutsche Hochseefangflotte mit ihren Fangfabrikschiffen fast gänzlich verschwunden. Aber auch per LKW erreicht Frischfisch aus Skandinavien täglich Cuxhaven. An keinem anderen Ort in Deutschland wird Fisch so frisch verarbeitet.

Es ist deshalb kein Zufall, dass renommierte Hersteller von Fischprodukten, Händler und spezialisierte Dienstleister im Fischereihafen Cuxhaven zusammentreffen. Sie profitieren von kompetenten Fachkräften, die sich bereits über Generationen mit dem Fang und der Verarbeitung von Fischen beschäftigen. Das Zusammenspiel langjähriger Erfahrung und neuester Verarbeitungstechnologien sichert den hohen Qualitätsstandard von Cuxhavener Fischprodukten.

Wirtschaftliche Schwerpunkte Cuxhavens: Hafen, Offshore-Windenergie, Biotechnologie!

Cuxhaven verfügt über moderne Hafenanlagen. Das Land Niedersachsen hat Ende der 90er Jahre umgerechnet mehr als 140 Millionen Euro in den Bau einer Mehrzweckumschlagsanlage investiert. Ein sehr großer Vorteil des Cuxhavener Hafens ist, dass Schiffe mit großem Tiefgang ihn ohne Probleme anlaufen können. Der Hafen ist ein natürlicher Tiefwasserhafen, der kein Ausbaggern erfordert, wie dies an anderen Hafenstandorten notwendig ist.

Von Bedeutung ist auch, dass der Seehafen Cuxhaven über die Elbe eine sehr gute Binnenschiffanbindung Richtung Osteuropa hat. Die kürzlich getroffene Übereinkunft zwischen Niedersachsen und Hamburg, die sogenannte Container-Sperrklausel für Cuxhaven aufzuheben, eröffnet weitere Entwicklungschancen. Cuxhaven hat jetzt endlich die Möglichkeit sich in den internationalen Containerverkehr einzubinden – insbesondere im sogenannten Short-Sea-Bereich unterhalb der Panmax-Klasse. Wegen seiner besonderen geografischen Lage  an den Seewegen in das Baltikum, nach Übersee und in alle west- und nordeuropäischen Küstenstaaten sowie über die Elbe nach Osteuropa kann sich Cuxhaven so noch besser zu einem internationalen Drehkreuz entwickeln.

Neue Aspekte für Cuxhavens Wirtschaft bietet der Ausbau zu einem Offshore-Basishafen für Windenergieprojekte. Da die Zukunft der Windenergie vor allem auf dem Meer liegen wird, ist es wichtig, dass das Betriebsverhalten dieser riesigen Multi-Megawattanlagen unter realistischen Bedingungen ausgiebig getestet werden kann. Cuxhaven bietet für Test und Bau solcher Anlagen die idealen Bedingungen. Das Deutsche Windenergie – Offshore Certification Centre unterhält dazu in Hafennähe ein Testfeld. In diesem Testfeld entstehen zur Zeit die größten Windkraftanlagen der Welt. Insgesamt sind dort vier Anlagen mit einer Höhe von bis zu 189 m und einer Leistung von 6 Megawatt geplant.

Im Bereich des Cuxhavener Hafens wird des Weiteren eine 1580m² große Schwerlastplattform gebaut werden. Von dieser Plattform können Komponenten für Windenergieanlagen mit einem Gewicht von bis zu 600 Tonnen umgeschlagen werden. Landseitig dieser Plattform entstehen Montage- und Lagerflächen für die Windkraftanlagen. Cuxhaven bietet so alle Voraussetzungen für „den“ Offshore-Basishafen an der deutschen Nordseeküste.

Weitere Chance für den Hafenstandort Cuxhaven erhofft man sich von der Idee der sogenannten "Meeresautobahnen"/"Motorways of the Sea" im Rahmen des Projektes ENA "Eurocast Network Association - ein Zusammenschluss der Häfen Oostende, Rosslare, Cherbourg, El Ferrol und CuxPort/Cuxhaven.

In Übereinstimmung mit den verkehrspolitischen Zielen der Europäischen Kommission arbeitet der Verbund der o. g. Häfen an der Umsetzung eines sogenannten "Motorways of the Sea"-Konzeptes: Entlang der Küsten West- und Nordeuropas sollen sogenannte Meeresautobahnen realisiert werden, um den Güterverkehr von den stark belasteten Straßen auf die See zu verlagern. Als Rückgrat dieses Netzwerkes ist ein RoRo-Dienst mit fünf Abfahrten pro Woche zwischen den Mitgliedshäfen Cuxhaven und El Ferrol in Spanien geplant.

Auf kurzen Zwischenstopps sollen die Schiffe in Oostende Trailer und Rolltrailer aus England an Bord nehmen. Über Cherbourg werden außerdem Einheiten aus Rosslare und Südengland durch bestehende RoRo-Dienste zugeführt.

Über Cuxhaven sollen Einzugsgebiete in Norddeutschland, Dänemark, Schweden, Norwegen, Finnland und Russland an das Netzwerk angeschlossen werden. Die Realisierungschancen dieses Projektes werden von Fachleuten aus Politik, Industrie und Schifffahrt als sehr positiv beurteilt.

Auch in der Biotechnologie hat Cuxhaven einiges zu bieten. Seit dem Jahr 2004  gibt es ein Biotechnologiezentrum. Auf insgesamt 6500 m" Nutzfläche können sich hier Unternehmen ansiedeln, die sich auf Forschung und Entwicklung von immunologischen Produkten der Veterinär- und Humanmedizin (therapeutische Proteine, Impfstoffe) spezialisiert haben.

Cuxhaven international!

Die Stadt Cuxhaven unterhält Partnerschaften mit dem District Penwith/Penzance (England), mit Vannes (Frankreich), mit Sassnitz und Binz (Insel Rügen), mit Nuuk (Grönland) sowie mit Hafnarfjördur (Island), die bisher einzige deutsch-isländische Städtepartnerschaft. Mit den Städten Murmansk (Russland), Pila (Polen), Vilanova der Arousa (Spanien) und Ihavo (Portugal) ist Cuxhaven durch Freundschaftsvertäge verbunden. Für die nach 1945 aus dem ehemals deutschen Schneidemühl (heute Pila/Polen) vertriebenen Bürger hat Cuxhaven 1957 die Patenschaft übernommen. Die Stadt Cuxhaven ist als Hafenstadt Patin einer Reihe von Schiffen: Seenotrettungskreuzer Hermann Helms, Vermessungsschiff „Komet“, Motorschiff „Stadt Cuxhaven“. Seit 2004 gehört auch wieder ein Langstreckenjet der Lufthansa zu den Patenkindern – der Airbus „Cuxhaven“.

 

Dass Altenbruch in früheren Zeiten als der vornehmste Ort weit und breit galt, kann man noch heute merken, z.B. Beispiel an der wuchtigen Villa Gehben.

In ihrem „Blauen Salon” spielen sich mittlerweile die meisten kulturellen Veranstaltungen des Ortes ab. Voller Kostbarkeiten steckt auch die St.-Nicolai-Kirche aus dem 13. Jahrhundert. Der gotische Altarschrein stammt aus dem 15. Jahrhundert und ist entsprechend wertvoll.

 

Und die Orgel zählt zu den ältesten Deutschlands. Seltenheitswert haben ebenso die 45 Meter hohen Spitzen des Gotteshauses, die die mächtigen Zwillingstürme krönen. An der deutschen Nordseeküste wird man Derartiges nicht ein zweites Mal finden.

Der Freizeitwert Altenbruchs ist für einen Ort dieser Größe bemerkenswert: Sportliche Schwimmer schwören auf den ruhigen Grünstrand und das tidenabhängige Bojenbad mit Sprunganlage; Leuchtturm-Fans mögen die „Dicke Berta“.

Wer es maritim mag, kann dem Hafen oder aber dem U-Boot-Archiv einen Besuch abstatten. Das U-Boot-Archiv hat sich inzwischen zu der zentralen Informationsstelle der westlichen Welt in allen Fragen rund um Unterseeboote entwickelt. Das Archiv enthält unteranderem mehr als 90.000 Fotos und eine umfangreiche Fachbibliothek.

 

In Altenwalde sind das Schwimmbad und das Kurmittelhaus mit Sauna Garanten für die Erholung der Gäste.

Auch die Landschaft lässt die Seele baumeln: Altenwalde liegt auf einem Geestrücken und somit etwas erhöht.

Umgeben ist der Ort (eine Besichtigung wert: die Kreuzkirche) von Heide-, Wald- und Feldlandschaften.

 

Zu Altenwalde gehören auch die schönen Ortschaften Gudendorf und Franzenburg.

 

Direkt am Deichvorland stößt man auf die Dörfer Arensch und Berensch, die im Denken der meisten Cuxhavener als Einheit gesehen werden.

Das große Plus der Orte ist die malerische Landschaft, in der sie liegen. Sie besteht aus vielen Feldern und jeder Menge Wald sowie vor allem aus Heide.

 

Direkt am Deichvorland stößt man auf die Dörfer Arensch und Berensch, die im Denken der meisten Cuxhavener als Einheit gesehen werden.

Das große Plus der Orte ist die malerische Landschaft, in der sie liegen. Sie besteht aus vielen Feldern und jeder Menge Wald sowie vor allem aus Heide.

 

„Op nö Dös”, so lautet das Motto des beliebten Straßenfestes in Döse, das alljährlich am zweiten September-Wochenende ausgerichtet wird.

Und „Auf nach Döse” (das ist die Übersetzung des plattdeutschen Spruches) sagen sich ebenfalls in jedem Jahr tausende Touristen, die die kilometerlangen Sandstrände und den Kurpark mit seinen gepflegten Grünanlagen zu schätzen wissen.

 

Auch durch die Kugelbake-Halle wird dieser Stadtteil, übrigens eine der frühesten Besiedlungsstätten der Region, zum Ziel für viele Gäste von nah und fern. Dieses Veranstaltungszentrum – das größte weit und breit – feiert in diesem Jahr seinen 20. Geburtstag und liefert von Monat zu Monat ein buntes, abwechslungsreiches Programm, an dem auch die Einheimischen ihre helle Freude haben.

Eine weitere Besonderheit Döses ist die Kugelbake: Das ungewöhnliche, rund 30 Meter hohe Seezeichen prangt auch im Cuxhavener Stadtwappen. Das Ungetüm aus Holz trennt Elbe- und Wesermündung symbolisch voneinander und markiert außerdem nicht nur die nördlichste Stelle Cuxhaven, sondern auch die des Bundeslandes Niedersachsen. Nicht weit von der Kugelbake entfernt steht das eindrucksvolle Fort Kugelbake.

Diese alte Befestigungsanlage aus den Zeiten der kaiserlichen Marine kann besichtigt werden und ist vor allem im Sommer häufiger Schauplatz von Konzerten, Theateraufführungen, Ausstellungen und anderen spannenden Veranstaltungen.

 

Für sein Strandleben ist Duhnen berühmt – und das nicht nur jedes Jahr im Sommer, wenn sich an einem Sonntag der Strand in eine Rennbahn verwandelt.

Bereits seit 101 Jahren wird das Duhner Wattrennen veranstaltet. Bei ihm handelt es sich um eine Mischung aus Sportevent und Volksfest – und um das weltweit einzige Pferderennen auf dem Meeresgrund.

 

Pferde prägen auch in anderer Beziehung das Strandbild dieses populären Stadtteils. Denn vor Duhnen liegt die Mini-Insel Neuwerk und die wird noch heute per Postkutsche mit Briefen versorgt. Eine Wattwagenfahrt nach Neuwerk ist wohl ein „Muss“ für jeden Cuxhaven-Urlauber.

Duhnen ist reich an Gegensätzen: Hier kann man ebenso in aller Stille durch das Watt wandern als auch im FKK-Strandabschnitt (dem so genannten „Nackeduhnien”) textilfrei baden oder in dem Getümmel des Ortskerns eintauchen, getreu dem Motto „Sehen und Gesehen werden”. Apropos „eintauchen”: Unbedingt lohnenswert ist ein Abstecher in das ehemalige Wellen-Brandungsbad, das sich zu einem Spaßbad mit überregionaler Anziehungskraft gemausert hat.

Unter anderem beherbergt das „ahoi!” eine der modernsten Saunalandschaften Norddeutschlands. Eine weitere Attraktion in Duhnen: das „Lütt Schiffsmuseum”. Unter den weit über tausend Ausstellungsstücken findet sich das größte Buddelschiff der Welt.

 

In der Grimmershörnbucht kann man der meistbefahrenen Wasserstraße der Welt so nahe sein wie sonst nirgends:

Es verkehren mehr als 60.000 Schiffe pro Jahr.

Hier ist man mit den Schiffen „auf Du und Du” – seien es nun Kreuzfahrtschiffe oder Kutter, Yachten oder Frachter, Großsegler oder Fähren.

 

Auch den Wassersportlern kann man von dieser Stelle gut bei ihrer „Arbeit“ zuschauen: Surfer, Jet-Ski-Fahrer und Wasserski-Fans vergnügen sich mit Wonne.

Zwischen der „Alten Liebe” und der Seebäderbrücke hat zudem der Yachthafen Quartier bezogen.

Grünstrand und Bojenbad haben unteranderem den großen Vorteil, dass das Sonnentank- oder Badevergnügen problemlos mit einem Innenstadtbummel „gekrönt” werden kann.

Denn die City ist nicht weit - der Fähr- und Fischereihafen, das Feuerschiff „Elbe 1”, der Steubenhöft und die „Alte Liebe” übrigens auch nicht.

 

Im „Reiterdorf” Holte-Spangen liegt das Glück der Erde auf dem Rücken der Pferde.

Denn hier finden die Pferdefreundinnen eine besonders breite Angebots-Palette vor.

Sie reicht von Ponyhöfen für Kinder bis hin zu Reiterhöfen für die Erwachsenen.

 

Im idyllisch gelegenen Holte-Spangen ist man auf Leute, die das Reiten erst noch lernen wollen, gut vorbereitet - genau wie auf solche, die dieses Freizeitvergnügen bereits von der Pike auf beherrschen.

Auch wer sein Pferd mitbringen will, ist gerne gesehen: Diverse Unterkünfte mit Pferdeboxen stehen bereit.

Nicht nur die Pferde fühlen sich in den Moor-, Wald- und Heidelandschaften in Holte-Spangen wohl.

Auch die Zweibeiner genießen die Abwechslung, die die Natur bietet.

 

Der bekannte Forschungsreisende Carsten Niebuhr erblickte 1733 in Lüdingworth das Licht der Welt. Er ist der bekannteste Sohn des Ortes.

In ihm kann man heute z.B. das Landleben mit der entsprechenden Tierwelt „erforschen”, denn Lüdingworth wirbt besonders mit seinen Angeboten unter dem Motto „Urlaub auf dem Bauernhof”.

 

Eine kleine Entdeckungsreise wert ist auch die Kirche St. Jacobi. Sie ist etwa 800 Jahre alt und kann ein interessantes Innenleben vorweisen.

Die Orgel wurde 1598 von Antonius Wilde gebaut und 1682 durch Arp Schnitger erweitert. Heute hat sie den Ruf, Vorbild zu sein für die norddeutsche Orgelbaukunst der Renaissance und des Barocks.

An der niedrigen Holzbalkendecke finden sich unteranderem zahlreiche Wappen von Königen, Propheten und alten Bauerngeschlechtern. Ebenfalls auffällig: die 16 Felder aus Ornamenten.

 

Für die Golfspieler ist Oxstedt längst mehr als ein Geheim-Tipp. Denn hier ist der Meisterschafts-Golfplatz „Hohe Klint” zuhause, der es auf eine Fläche von 68 Hektar bringt.

Auf dem 1980 eingeweihten Gelände – fast das ganze Jahr über bespielbar - können sich die Golfer an 18 Löchern so richtig „austoben”.

 

Außerdem ist die Anlage „Hohe Klint” regelmäßig der Schauplatz spannender Turniere.

Für Wasserfreunde ist das Freibad da, beliebt vor allem wegen seiner großen Liegewiese.

Sie verspricht Entspannung und Erholung – so wie die gesamte Lage von Oxstedt inmitten großer Heide-, Wald- und Feldflächen.

 

Wald, Watt und Heide geben sich in Sahlenburg ein Stelldichein.

Der 400 Hektar große Wernerwald ist zumindest an der Nordseeküste eine echte Besonderheit, denn er reicht bis an das Meer.

Übrigens:
Noch vor etwa 130 Jahren wuchs hier nichts als karge Heide.

 

Der hamburgische Amtsverwalter Charles Anthony Werner ließ an dieser Stelle ein Waldgebiet anlegen, das später nach ihm benannt wurde.

Wer hier spazieren geht oder joggt, kann im Waldfreibad eine Pause einlegen und dort seine nassen Runden ziehen. Vor dem Freibad wurde die Waldbühne errichtet, auf der vor allem in den Sommermonaten zahlreiche interessante Veranstaltungen die Einheimischen und Auswärtigen anlocken.

Verständlicherweise viel beschaulicher geht es im Finkenmoor zu, das ebenfalls mitten im Wernerwald liegt. Es gilt als eine Art Paradies für Wasservögel und für Libellen.

Sahlenburg ist auch der Sitz des Nationalpark-Zentrums Wattenmeer. In dieser öffentlichen Informations- und Bildungseinrichtung kann man sich anschaulich über alles informieren, was mit dem Leben im Wattenmeer zu tun hat. Video- und Filmvorführungen, leicht verständliche Schautafeln und Übungen mit dem Mikroskop – das sind einige der Elemente, mit denen das Nationalpark-Zentrum über das einzigartige Wattenmeer aufklärt.

Diesen Lebensraum kann man dann beispielsweise bei einer Wanderung oder einer Wattwagenfahrt noch besser kennen lernen. Denn von Sahlenburg aus führt der kürzeste Weg zur Mini-Insel Neuwerk.

 

Wegen seines dörflichen Charakters, und das direkt zwischen den lebendigen Stadtteilen Duhnen und Döse, hat Stickenbüttel vor allem bei Cuxhavens Stammgästen einen „Stein im Brett”.

Ähnlich wie der Wernerwald in Sahlenburg, wurde auch der Brockeswald einst von einem hamburgischen Amtmann angelegt.

 

Man findet ihn an der Stelle, an der sich die Chausseen nach Sahlenburg, Duhnen und Ritzebüttel kreuzen. Zwar reichen seine Ausmaße längst nicht an die des Wernerwaldes heran, aber Spaziergänger und Jogger kommen hier dennoch auf ihre Kosten.

Stickenbüttel ist auch die Heimat des Wrackmuseums, das 1980 auf der Grundlage einer Privatsammlung eröffnet wurde. Dieses europaweit einzigartige Museum zeigt rund 2.000 Exponate von Schiffen, die in den letzten 200 Jahren zwischen Elbe und Weser, in der Deutschen Bucht oder vor der Emsmündung gesunken sind.

Die Ausstellung wird ständig erweitert. Schließlich soll die Zahl der Schiffe, die seit dem späten Mittelalter gescheitert sind, zwischen 3.000 und 4.000 liegen. Auf dem Außengelände des Wrackmuseums werden die größten Fundstücke präsentiert.

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